Seit eIDAS sind elektronische Unterschriften europaweit rechtsgültig.

Die Verordnung vereinfacht und standardisiert die EU-weite Verwendung von digitalen IDs und Signaturen und verhilft damit zu einem wichtigen Schritt in Richtung „digitaler Binnenmarkt“. Für Sie und Ihre Kunden ist es jetzt deutlich einfacher, sichere digitale Transaktionen im eigenen Land und in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union abzuwickeln.

Was genau ist eIDAS?

Die Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt (eIDAS) ist ein konsistentes rechtliches Regelwerk für die Anerkennung elektronischer Signaturen und Identitäten in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Mit Inkrafttreten der eIDAS-Verordnung gelten auch elektronische Siegel als offiziell anerkannt. Seit Einführung dieses Regelwerks nimmt die digitale Transformation von Geschäftsprozessen in europäischen Unternehmen zu. Das hat einen guten Grund: Eine kürzlich erschienene Forrester-Studie* zeigt auf, dass elektronische Unterschriftsprozesse mit Adobe Sign Unternehmen spürbare Zeit- und Kostenvorteile verschaffen.
21 x schneller
50.000 Stunden gespart
383 % ROI
21 x schneller als die durchschnittliche Dauer bis zum Vorliegen von Unterschriften

Die eIDAS-Verordnung erkennt drei Arten von elektronischen Unterschriften an.

Unternehmen stehen verschiedene eIDAS-konforme elektronische Unterschriftstypen zur Auswahl. Die Verordnung beinhaltet strikte Compliance-Vorgaben für die Identifizierung von Unterzeichnern und Prüfung der Authentizität von unterzeichneten Dokumenten. eIDAS lässt zudem digitale Siegel für Unternehmen und Organisationen zu, sodass ein Dokument nicht mehr mit der Identität einer bestimmten Person unterzeichnet werden muss.
  • 1. Elektronische Unterschriften

    Die eIDAS-Verordnung legt grundsätzlich fest, dass einer elektronischen Unterschrift die Rechtswirkung nicht allein deshalb abgesprochen werden darf, weil sie in elektronischer Form vorliegt. Dieses Erfordernis kann mit normalen elektronischen Unterschriften erfüllt werden.
  • 2. Fortgeschrittene elektronische Signaturen

    Fortgeschrittene elektronische Signaturen müssen dem Unterzeichner eindeutig zugeordnet sein und dessen Identifizierung ermöglichen. Unterzeichner erstellen die Signatur mit Daten, die ausschließlich ihrer eigenen Kontrolle unterliegen. Das finale Dokument ist vor Manipulationen geschützt. Dieses Erfordernis kann mit digitalen Signaturen erfüllt werden.
  • 3. Qualifizierte elektronische Signaturen

    Qualifizierte elektronische Signaturen unterliegen strengeren Kriterien als fortgeschrittene elektronische Signaturen. Sie sind die einzige Art von elektronischer Unterschrift, die gemäß eIDAS denselben rechtlichen Status hat wie händische Unterschriften. Unterzeichner müssen eine zertifikatbasierte digitale ID verwenden, die von akkreditierten EU-Vertrauensdiensten herausgegeben wurde und die auf einem geeigneten Gerät zur Erstellung von qualifizierten Signaturen gespeichert ist. Dazu gehören USB-Token, Chip-Karten oder einmalig verwendbare, über das Smartphone übermittelte Kennwörter.

Sechs Milliarden Transaktionen pro Jahr sprechen für sich.

Adobe ist ein qualifizierter Partner für Unternehmen, die eine eIDAS-konforme Unterschriftslösung suchen. Adobe ist der unbestrittene Vorreiter auf dem Gebiet sicherer digitaler Dokumentenprozesse, Erfinder des PDF-Formats, Mitentwickler offener Standards für digitale Signaturen und aktives Mitglied des Cloud Signature Consortium.
  • Rechtsgültig
    Adobe Sign gewährleistet die Compliance aller Arten von elektronischen Signaturen mit den Bestimmungen der eIDAS-Verordnung, einschließlich fortgeschrittener und qualifizierter elektronischer Signaturen.
  • Compliance-sicher

    Compliance-sicher

    Adobes Lösung für elektronische Unterschriften unterstützt als einzige alle akkreditierten EU-Vertrauensdienste und lässt Ihnen die freie Wahl zwischen fortgeschrittenen und qualifizierten elektronischen Signaturen.
  • Standardkonform
    Adobe bietet einen eIDAS-konformen offenen Standard für sogenannte Fernsignaturen, d.h. qualifizierte, Cloud-basierte digitale Signaturen auf Mobilgeräten und im Web.
  • Vielseitig

    Vielseitig

    Adobe unterstützt das breiteste Spektrum an Geräten zur Erstellung von sicheren qualifizierten Signaturen. Dazu gehören USB-Token, Chip-Karten und Authentifizierungs-Apps.
  • Flexibel
    Mit Adobe Sign lassen sich normale, fortgeschrittene und qualifizierte elektronische Signaturen in jeder beliebigen Kombination verwenden. Sie können diese Varianten sogar in ein und demselben Workflow kombinieren.
  • Mobil
    Die Adobe-Lösung erfüllt die höchsten Anforderungen an Compliance und Sicherheit auf Mobilgeräten, sodass Sie Vereinbarungen sicher im Web oder über Mobilgeräte versenden, unterschreiben und verwalten können.

Möchten Sie mehr erfahren?
Wenn Sie Fragen zu unseren Lösungen haben oder an einem maßgeschneiderten Angebot für Ihre individuellen Anforderungen interessiert sind, helfen wir gerne weiter.
0800 740204

Häufig gestellte Fragen zur eIDAS-Verordnung und Adobe Sign

Sind elektronische Signaturen in der EU zulässig und rechtsgültig?

Ja. Artikel 25 der eIDAS-Verordnung sichert ausdrücklich allen Formen von elektronischen Signaturen und Qualifizierungsdiensten die Zulässigkeit als Beweismittel zu. Weitere Informationen zu rechtssicheren elektronischen Signaturen

Was sind Vertrauensdienste?

Vertrauensdienste bieten verschiedene Dienste für sichere Identitäten und Transaktionen an, darunter auch Registrierungen, Zertifikate und Zeitstempel. Sie sind für die Ausstellung digitaler Identitäten zuständig und stellen die Infrastruktur bereit, die zur Erstellung und Validierung von fortgeschrittenen und qualifizierten elektronischen Signaturen erforderlich ist. Über Adobe Sign können Sie mit einem Vertrauensdienst Ihrer Wahl zusammenarbeiten, um Dokumente zu unterzeichnen und mit einem Zeitstempel zu versehen. Dadurch können Sie sicher sein, dass Sie die Gesetze und Vorschriften in Ihrem Land oder Ihrer Branche einhalten. Während des Validierungsprozesses bestätigt Adobe, dass die ausgewählten Dienstleister vertrauenswürdige Partner mit entsprechender internationaler, regionaler oder branchenspezifischer Akkreditierung sind. Vertrauenslisten wie die Adobe Approved Trust List (AATL) und die European Union Trusted Lists (EUTL) werden von Adobe-Lösungen umfassend unterstützt.

Ist gemäß eIDAS-Verordnung die Zusammenarbeit mit einem ausländischen Vertrauensdienst zulässig?

Ja. Alle Vertrauensdienste erfüllen die gesetzlichen Vorgaben für fortgeschrittene elektronische Signaturen. Für den Einsatz von qualifizierten elektronischen Signaturen müssen Sie die Lösung eines akkreditierten Anbieters von den Vertrauenslisten der Europäischen Union (European Union Trusted Lists – EUTL) auswählen. Jeder EU-Mitgliedsstaat setzt seine eigenen Überwachungsorgane für die Vertrauensdienste ein. Ist ein Vertrauensdienst aber erst einmal gemäß EUTL in einem Staat anerkannt, kann er seine Dienste auch in den anderen EU-Ländern anbieten.

Wofür steht „EUTL“?

Vertrauenslisten der Europäischen Union (European Union Trusted Lists – EUTL) sind ein Verzeichnis von mehr als 170 aktiven und 40 früheren Vertrauensdiensten, die die Compliance-Anforderungen der eIDAS-Verordnung erfüllen und hierfür speziell akkreditiert sind. Diese Anbieter stellen zertifikatbasierte digitale IDs für Einzelpersonen, digitale Siegel für Unternehmen, Zeitstempeldienste und weitere Dienste für die Erstellung von Signaturen zur Verfügung, die die Anforderungen an qualifizierte elektronische Signaturen erfüllen. Gemäß eIDAS-Verordnung sind nur qualifizierte Signaturen händischen Unterschriften rechtlich gleichgestellt. Im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr zwischen EU-Mitgliedsstaaten wird ausschließlich diese Art von Signaturen automatisch anerkannt.

Ist Adobe auf den EUTL gelistet?

Ja. Adobe bietet einen Dienst für qualifizierte Zeitstempel mit EUTL-Zertifizierung an. Adobe Sign ist darüber hinaus mit allen zertifikatbasierten digitalen IDs kompatibel, die auf diesen Listen veröffentlicht sind, und kann auch für den Einsatz anderer Zeitstempel konfiguriert werden. Implementierungen von Adobe Sign in Europa fügen allen mit digitalen Signaturen unterzeichneten Dokumenten automatisch einen qualifizierten Zeitstempel hinzu. Zeitstempel von Adobe sind bis zu 10 Jahre lang gültig.

Verkauft Adobe zertifikatbasierte digitale IDs?

Nein. Adobe arbeitet mit über 200 Vertrauensdiensten in aller Welt zusammen, darunter auch alle Anbieter, die auf den EUTL gelistet sind. Dies erleichtert Ihnen die Einhaltung Ihrer individuellen Compliance-Anforderungen. Die mit Adobe kooperierenden Vertrauensdienste sind Experten in Sachen Sicherheit und erfüllen auch strengste Anforderungen an die Vorabprüfung und den sicheren Nachweis von Identitäten. Sie sind zudem Vorreiter in der Sicherheitstechnologie, die ihre Lösungen zügig an die sich ständig verbessernden Sicherheitsmethoden anpassen und somit unseren Kunden den Zugriff auf die jeweils aktuellsten Lösungen ermöglichen.

Was sind Cloud-basierte digitale Signaturen?

Cloud-basierte digitale Signaturen bzw. Fernsignaturen sind eine neue Generation von digitalen Signaturen auf Basis eines offenen Standards, der von Adobe und anderen branchenführenden Anbietern im Cloud Signature Consortium entwickelt wurde. „Herkömmliche“ digitale Signaturen sind für den Einsatz mit Desktop-Applikationen konzipiert und setzen i. d. R. den Einsatz eines Geräts wie USB-Token oder Chip-Karte voraus, auf dem das Zertifikat gespeichert ist. Bei Unterzeichnung muss die Identität dann noch durch Eingabe einer persönlichen PIN nachgewiesen werden. Im Gegensatz dazu sind Fernsignaturen für den plattformübergreifenden Einsatz auf Desktops, im Web und auf Mobilgeräten geeignet. Die Zertifikate werden von akkreditierten Vertrauensdiensten/Zertifizierungsstellen sicher in der Cloud gespeichert. Unterzeichner verwenden eine persönliche PIN und eine zusätzliche Authentifizierungsmethode (z. B. ein einmalig verwendbares, über das Smartphone übermittelte Kennwort), um ihre Identität nachzuweisen. Einführung lesen

Was ist das Cloud Signature Consortium?

Das Cloud Signature Consortium (CSC) ist eine Vereinigung von Organisationen aus Wirtschaft und Academia, die sich die Entwicklung neuer Standards für Cloud-basierte digitale Signaturen zum Ziel gesetzt haben, die Web- und Mobilanwendungen unterstützen und Konformität mit den strengsten Regelungen für elektronische Unterschriften in aller Welt gewährleisten. Das CSC hat eine allgemeine technische Spezifikation erarbeitet, die Lösungen für elektronische Unterschriften interoperabel und weltweit anwendbar macht. Diese Initiative wurde ursprünglich aufgrund der eIDAS-Verordnung und ihrer Anforderungen an Fernsignaturen ins Leben gerufen, dürfte jedoch weltweit Standards für elektronische Unterschriften maßgeblich beeinflussen.

Wie erfüllen Fernsignaturen die eIDAS-Verordnung?

Auf Standards basierende digitale Signaturen in der Cloud räumen Bedenken aus, die bis dato eine allgemeine Akzeptanz elektronischer Signaturen in Europa und der ganzen Welt erschwert haben: Sie haben folgende Vorteile:
  • Sie bedienen die Nachfrage nach Lösungen, die sich einfach anwenden und implementieren lassen.
  • Sie machen die Installation von Software, das Herunterladen von Dokumenten und die Verwendung von USB-Token oder Chip-Karten überflüssig.
  • Sie sorgen bei Web- und Mobilapplikationen für die Einhaltung der strengen Vorgaben der eIDAS, z. B. für fortgeschrittene und qualifizierte elektronische Signaturen.
  • Sie bieten ein konsistentes, interoperables Framework für den Einsatz von digitalen IDs und Unterschriftslösungen, das Unternehmen die Sicherheit gibt, dass ihre Technologieinvestitionen nachhaltig und nicht nur auf wenige proprietäre Lösungen beschränkt sind.
* The Total Economic Impact™ of Adobe Sign, eine Studie von Forrester Consulting im Auftrag von Adobe.
Die Nutzung der Online-Dienste von Adobe ist ab 13 Jahren gestattet. Die Online-Dienste unterliegen den zugehörigen Nutzungsbedingungen sowie den Adobe-Richtlinien für den Datenschutz. Die Online-Dienste sind nicht in allen Ländern oder Sprachen verfügbar und können ohne vorherige Ankündigung geändert oder eingestellt werden. In manchen Fällen ist eine Registrierung seitens des Anwenders erforderlich. Einige Dienste sind eventuell gebührenpflichtig bzw. an ein Abonnement gebunden.